Denkst du auch gerne mit dem Bleistift?

Interessiert es dich, etwas genau zu beobachten und das Gesehene und Vorgestellte auf verschiedene Arten und mit verschiedenen Mitteln darzustellen?

Wenn du deine persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten erweitern möchtest, dann bietet dir dieses Schwerpunktfach einen geeigneten Bildungsweg an. Hier lernst du, wie Empfindungen, Gedanken und Sachverhalte sichtbar gemacht werden können.

Solche Kenntnisse und Fähigkeiten spielen heute in verschiedensten Arbeitsgebieten eine immer bedeutendere Rolle, und du kannst dir damit eine gute Grundlage für alle Studienrichtungen an Universitäten und Hochschulen schaffen. Sie bieten aber auch eine ideale Basis für Ausbildungsgänge an Fachhochschulen für Gestaltung, Lehrer- und Lehrerinnenbildung sowie neue Berufsausbildungen im Bereich Multimedia und Kommunikation.

Was wird dir geboten?

Lernsituationen, in denen du deine persönlichen gestalterischen Fähigkeiten erweitern, dir aber auch bildnerische und kulturelle Kenntnisse aneignen kannst und erfährst, was sich heute alles mit Gestaltung in Verbindung bringen lässt:

  • Anregungen und intensive Übungen zur sinnlichen Wahrnehmung (z.B. Zeichnen nach
  • Beobachtung, Malen aus der Vorstellung, dreidimensionales Gestalten)
  • spielerischer wie forschender Umgang mit verschiedenen Bildmedien und
  • Gestaltungsverfahren
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und Epochen
  • Verknüpfungen mit dem Wissen von anderen Fächern.
Was wird von dir erwartet?

Grosses Interesse und Freude am bildnerischen Gestalten (z.B. zeichnen, malen, fotografieren, modellieren, bauen), Neugierde, Experimentierfreude, Phantasie, Ausdauer, Selbständigkeit und Teamfähigkeit, die Bereitschaft zu anspruchsvollem Arbeiten und zur Reflexion.

 

Auszug aus dem Lehrplan BiG SPF

Zentrales Anliegen dieses Bildungsbereiches ist es, junge Menschen, die an Gestaltung und Kunst interessiert sind, gezielt zu fördern. Die Lernenden setzen sich praktisch und theoretisch mit Bildern auseinander. Sie entwickeln ihre Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Darstellungsfähigkeiten weiter, um in einer stark visuell geprägten Zeit verantwortungsbewusst handeln zu können.

Analoge und digitale Medien beeinflussen permanent unsere Wahrnehmung, prägen Meinungen und verändern unser Kommunikationsverhalten. Bildkompetenz wird zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz im Umgang mit bestehenden und neuen Formen der Kommunikation in Berufs- und Sozialwelt. Die Bildkompetenz bildet einen Kernbereich des Faches. Ein differenziertes Vorstellungsvermögen und erweiterte Fähigkeiten, Ideen, Gedanken und komplexe Sachverhalte visualisieren zu können, sind auch in andern Fachbereichen gefordert (visual literacy).

Im bildnerischen Prozess werden Sehen, Fühlen, Denken und Handeln miteinbezogen. Die Lernenden sollen erkennen, dass Form und Inhalt in Kunst und Gestaltung in enger Wechselwirkung zueinander stehen, und dass das Medium und das gestaltgebende Verfahren Ausdruck und Aussage der Mitteilung mitprägen. Individuelle bildhafte Vorstellungen werden gesellschaftli-
chen Zeichen und Werten gegenübergestellt, Innen- mit Aussenwelten, Vergangenes mit Zukünftigem in eine Beziehung gebracht.

Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre Wahrnehmung als relativ und als abhängig von vorherrschenden kulturellen Normen kennen. Das Reflektieren des eigenen Standpunktes schafft Voraussetzungen für die Achtung differierender Sichtweisen und Haltungen. Damit können Wahrnehmungskonventionen hinterfragt und verändert werden. Kunst- und Kulturbetrachtung sind wichtige Bestandteile des Unterrichts. In der Auseinandersetzung mit Werken verschiedener Epochen und Kulturen lernen Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Ausdrucksformen und ihre kontextuellen Bedingtheiten kennen. So werden Voraussetzungen geschaffen für die Achtung kultureller Leistungen.